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Praxisbeispiele
Praxisbeispiel: Vista College
Vom Gefühlsinvestment hin zur renditeorientierten Steuerung

Robert Klappe
Partner
Vista College
Das Vista College ist eine der größeren berufsbildenden Schulen (MBO) in Limburg. Mit einem breiten Ausbildungsangebot und mehreren Standorten investiert das College kontinuierlich in die Studierendenwerbung — von Bildungsmessen und Tagen der offenen Tür bis hin zu regionalen Kampagnen. Doch bis vor Kurzem fehlte der klare Überblick darüber, was diese Investitionen konkret einbrachten.
Investieren ohne Kompass
" Offen gestanden hatten wir diesen Überblick nicht. Wir wussten nicht, woher eine Anmeldung kam, wie viele potenzielle Studierende wir erreichten und was sie anschließend taten. Nach einer Veranstaltung war für uns im Grunde Schluss."
— Janine Winkels, Senior Marketing & Kommunikationsberaterin, Vista College
Das Team sah zwar die Besucherzahlen, wusste aber nicht, wer genau anwesend war, ob jemand später noch andere Aktivitäten besuchte oder ob sich die Person letztendlich einschrieb. Das hatte Auswirkungen auf drei Ebenen: Entscheidungen wurden aus dem Bauch heraus getroffen, Budgets wurden ohne Sicht auf den Ertrag investiert und der Wert dieser Daten wurde unterschätzt. Das Team konnte schlichtweg nicht steuern, was tatsächlich funktionierte.
Im Jahr 2017 wurde dies schmerzhaft deutlich. Die Anmeldezahlen gingen zurück, während die Besucherzahlen bei den Veranstaltungen stabil blieben. Diese Diskrepanz zwischen Aktivität und Ergebnis lieferte dem Team das entscheidende Argument, um das Management zu überzeugen: Das musste sich ändern.
Erst das Team, dann die Technik
Hippocampus war relativ schnell einsatzbereit. Doch die eigentliche Veränderung lag nicht in der Software – sie fand im Team statt. Das Vista College musste lernen, Daten anders zu betrachten, diese konsequent zu erfassen und vor allem: Daten aktiv in Gesprächen und Entscheidungsprozessen zu nutzen.
" Die tatsächliche Veränderung lag nicht in der Technik, sondern im Team. Wir mussten lernen, Daten anders zu betrachten, konsequent zu erfassen und sie in unsere Gespräche und Entscheidungen einzubeziehen. Inzwischen ist das fester Bestandteil unserer Arbeitsweise."
— Janine Winkels, Senior Marketing & Kommunikationsberaterin, Vista College
Während das Vista College früher in reinen Aktivitäten dachte, plant das Team heute in Rendite pro Kanal, pro Zielgruppe und pro Schritt der Candidate Journey. Es geht nicht mehr darum, ob viel los ist, sondern wie hoch die tatsächliche Wirkung ist.
Von Aktivitäten zu messbarem Ertrag
Mit Hippocampus kann das Vista College nun für jede Werbeaktivität exakt nachvollziehen, was diese einbringt. Ein Beispiel wäre die Bildungsmesse Süd: Das Team erfasst Gespräche direkt auf der Messe, registriert sie in Hippocampus und verfolgt den gesamten Weg — vom ersten Kontaktpunkt über eventuelle Folgeaktivitäten bis hin zur Einschreibung. Pro Messe ergeben sich so durchschnittlich 4 bis 6 Einschreibungen aus einer bestimmten Region. In Kombination mit dem Finanzierungswert pro Studierendem weiß das Team genau, dass sich diese Messe rentiert. Und vor allem: warum.
Das verändert die Entscheidungsfindung maßgeblich. Aktivitäten, die keine Leistung erbringen, werden zurückgefahren. Maßnahmen, die strukturell zum Erfolg beitragen, erhalten mehr Budget. Dies stärkt zudem die Position des Marketings innerhalb der Organisation: Es ist nicht länger nur „etwas mit Kampagnen und Events“, sondern leistet einen nachweisbaren Beitrag zur Studierendengewinnung. Untermauert mit harten Zahlen.
Über die Anmeldung hinaus
Der nächste Schritt: die gesamte Student Journey transparent zu machen, weit über die reine Anmeldung hinaus. Studienerfolg, Studienabbruch, Übergänge, Alumni und letztlich lebenslanges Lernen. Es geht nicht mehr nur darum, zu wissen, wer sich anmeldet, sondern wer erfolgreich abschließt. Und warum.

Robert Klappe
Partner
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