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Dezentrale Studierendengewinnung unter gemeinsamer Führung
Ermöglichen Sie es Ihren Studiengängen, selbstständig neue Studierende zu werben – auf Basis klarer Absprachen zu Aktivitäten, Kommunikation und Daten sowie einer praktischen Aufteilung der Verantwortlichkeiten.

Hans Kleinekorte
Gründer
Dezentrale Studierendenrekrutierung funktioniert mit klaren Absprachen darüber, was die Studiengänge eigenständig tun en was zentral verwaltet wird. Überlassen Sie den Studiengängen die Gestaltung ihrer Aktivitäten und Inhalte, während das Marketing die gemeinsame Struktur sichert. Vereinbaren Sie zudem, wer bei Überschneidungen oder Änderungen entscheidet. So bleibt die Kommunikation für Studieninteressierte konsistent.
Eine Lehrkraft weiß, welches Probestudium ein gutes Bild des Studiengangs vermittelt. Ein Studiengangkoordinator kennt die Fragen, die angehende Studierende stellen. Das zentrale Marketingteam sichert die übergeordnete Rekrutierung und Kommunikation. Dieses Wissen ergänzt sich gegenseitig.
Eigenständiges Organisieren kann diese Zusammenarbeit beschleunigen. Ein Studiengang muss nicht bei jeder Terminänderung auf ein zentrales Team zurückgreifen. Dafür müssen die Kolleginnen und Kollegen jedoch wissen, welchen Spielraum sie haben und wann eine Abstimmung erforderlich ist.
Verteilen Sie die Arbeit nach Inhalt und Verantwortung
Beginnen Sie mit den regelmäßig wiederkehrenden Aufgaben: eine Aktivität anlegen, praktische Informationen ändern, eine Nachricht verfassen und Ergebnisse einsehen. Bestimmen Sie anschließend, welche Aufgaben Fachwissen aus den Studiengängen erfordern und welche institutionsweite Auswirkungen haben können.
Ein lokales Programm kann meist am besten vom Studiengang selbst verwaltet werden. Eine neue Messdefinition oder die Änderung einer gemeinsamen Vorlage betrifft mehrere Teams und erfordert eine zentrale Abstimmung. Formulieren Sie diese Grenze in verständlicher Sprache, sodass die Vereinbarung auch für jemanden nachvollziehbar ist, der nur wenige Male im Jahr eine Aktivität organisiert.
Bereich | Zentrales Marketing | Studiengang oder Fakultät |
|---|---|---|
Kommunikationsbasis | Verwaltet Vorlagen, Corporate Design und gemeinsame Absprachen | Liefert Studiengangsinhalte und Verbesserungsvorschläge |
Aktivitätsdaten | Bestimmt Pflichtfelder und Kontrollvereinbarungen | Verwaltet Datum, Ort, Programm und Ansprechpartner |
Zielgruppe und Überschneidungen | Überwacht institutionsweite Kommunikationsvereinbarungen | Wählt im Rahmen des vereinbarten Spielraums aus |
Fragen von Teilnehmenden | Regelt die Weiterleitung allgemeiner Fragen | Beantwortet inhaltliche Fragen zum Studiengang |
Berichterstattung | Verwaltet Definitionen und die gemeinsame Übersicht | Nutzt eigene Erkenntnisse und signalisiert Abweichungen |
Dies ist eine beispielhafte Aufteilung, kein universelles Organisationsmodell. Eine kleinere Einrichtung kann Rollen zusammenlegen. Bei einer großen Universität kann eine Fakultät eine Zwischenebene bilden. Sorgen Sie in beiden Fällen dafür, dass jede wiederkehrende Aufgabe eine klar definierte Zuständigkeit hat.
Geben Sie der Eigenständigkeit eine klare Grenze
Beschreiben Sie, welche Änderungen ein Studiengang direkt selbst vornehmen darf. Denken Sie an ein lokales Programm innerhalb einer bestehenden Aktivität oder einen Ansprechpartner in einer Vorbereitungs-E-Mail. Legen Sie zudem fest, welche Änderungen zuerst das Marketing durchlaufen müssen, wie beispielsweise eine neue Kampagne für mehrere Zielgruppen.
Vermeiden Sie Prozesse, in denen formell alles eigenständig erlaubt ist, aber dennoch jede Änderung auf eine Freigabe wartet. Setzen Sie auf gezielte Kontrollen bei Änderungen, die tatsächliche Auswirkungen haben. Die erste Aktivität eines neuen Kollegen kann gemeinsam geprüft werden; wiederkehrende Aktivitäten können im Rahmen der Absprachen selbstständig ablaufen.
Der Systemzugriff sollte den Verantwortlichkeiten entsprechen. Geben Sie den Personen genau die Daten und Berechtigungen, die sie für ihre Arbeit benötigen. Legen Sie auch fest, wer die Zugriffsrechte aktualisiert, wenn sich die Rolle eines Mitarbeiters ändert oder dieser die Einrichtung verlässt.
Testen Sie die Absprachen an einem realen Szenario
Angenommen, zwei Studiengänge laden dieselbe Studieninteressierte zu einem Schnuppernachmittag ein. Beide Einladungen sind relevant, aber die Aktivitäten finden zur gleichen Zeit statt. Wer bemerkt das? Und wie hilft die Kommunikation dieser Person, eine Entscheidung oder eine Alternative zu finden?
Besprechen Sie ein solches Szenario, bevor die Kampagne startet. Die Lösung kann in der Planung, einer kombinierten Erklärung oder der Abstimmung des Versands liegen. Eine institutionsweite Übersicht hilft nur dann, wenn auch jemand für deren Nutzung verantwortlich ist.
Testen Sie auch den Fall eines kurzfristigen Ortswechsels am Morgen der Aktivität. Der Studiengang erfährt zuerst davon. Vereinbaren Sie, wer die Aktivitätsdaten anpasst, wer die Teilnehmenden informiert und wer erreichbar ist, falls jemand am alten Veranstaltungsort eintrifft.
Machen Sie kontinuierliches Lernen zum Teil des Prozesses
Planen Sie nach einer ersten Reihe von Aktivitäten eine kurze Nachbesprechung zwischen dem Marketing und den beteiligten Studiengängen. Fragen Sie, was selbstständig gut funktioniert hat und wo Unklarheiten entstanden sind. Nutzen Sie konkrete Beispiele: ein Feld, das ständig fehlt, eine doppelte Einladung oder eine Frage, die beim falschen Team landet.
Passen Sie daraufhin die Arbeitsweise oder die Vorlage an. So wächst die gemeinsame Basis durch praktische Erfahrung. Neue Kolleginnen und Kollegen profitieren davon, ohne alle bisherigen Entscheidungen erneut diskutieren zu müssen.
Messen Sie auch die Zusammenarbeit an sich. Wie viele Aktivitäten können die Studiengänge selbstständig abschließen? Wie viele Korrekturen sind erforderlich? Welche Fragen landen weiterhin beim Marketing? Das Ziel ist eine praktikable Aufteilung, nicht eine möglichst geringe Anzahl von Kontaktpunkten untereinander.
Was Studieninteressierte davon wahrnehmen
Für Studieninteressierte bilden ein zentraler Tag der offenen Tür und ein Schnuppernachmittag bei einem Studiengang ein und denselben Einstieg in die Institution. Eine wiedererkennbare Bestätigung und klare Informationen vermitteln ein stimmiges Gesamtbild. Studiengangsspezifische Inhalte zeigen anschließend auf, was das jeweilige Angebot besonders macht.
Darin liegt der Wert einer gemeinsamen Abstimmung: Das Fundament ist verlässlich, während gleichzeitig Raum für individuelle Programme und den fachlichen Austausch bleibt.
Wie Hippocampus diese Zusammenarbeit unterstützt
Hippocampus bildet die zentrale und dezentrale Organisation von Aktivitäten über Rollen und Rechte ab. Im Praxisbeispiel der Zuyd Hogeschool verwaltet die Abteilung MARCOM unter anderem das gemeinsame Design und die Vorlagen, während die Studiengänge ihre eigenen Aktivitäten gestalten. Dieses Fallbeispiel bietet eine konkrete Vorlage für das Zusammenspiel aus zentralen Vereinbarungen und lokaler Umsetzung.
Welche Aufteilung am besten zu Ihnen passt, entscheidet sich entlang Ihrer Arbeitsorganisation. Richten Sie daraufhin den Zugriff und die Verwaltung im System ein.
Möchten Sie Ihren Studiengängen mehr Freiraum für die eigenständige Organisation geben? Erfahren Sie, wie Hippocampus das Aktivitätsmanagement unterstützt.

Hans Kleinekorte
Gründer
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